Internet Trends 2014: Erkenntnisse aus dem Meeker-Report

von in Internet, Mobile Marketing, Online Marketing, Responsive Design

Mary Meeker ist Partnerin bei der Venture Capital Firma KPCB in Kalifornien. Sie ist seit dem letzten Jahrtausend als „Queen of the Net“ bekannt und publiziert jedes Jahr einen allseits stark beachteten „Internet Trends Report“.

Die aktuelle, mit Spannung erwartete Version „Internet Trends 2014“ ist vorgestern erschienen. Wir haben uns diesen Report und die Reaktionen darauf genau angeschaut und nach den aus unserer Sicht wichtigsten Erkenntnissen durchforstet:

1. Tablets erobern die Welt

Der globale Verkauf von Tablets wächst viel stärker, als dies bei PC’s je der Fall war.

Trotzdem gibt es noch viel Raum gegen oben. Weltweit besitzen erst 6% der Bevölkerung ein Tablet, währenddem 78% über einen TV und 73% über ein Smartphone verfügen:

2. Mobile Internetnutzung wächst stark

Die mobile Internetnutzung ist wohl der bedeutendste Internet Trend, sie ist im letzten Jahr in Relation zu der gesamten Internetnutzung auf allen Kontinenten enorm gewachsen:

Die Nutzer entscheiden heute flexibel, welches Gerät sie für welchen Zweck einsetzen. Zudem ist auch die gleichzeitige Verwendung von mehreren Geräten zu beobachten. So zeigt eine Studie aus den USA, dass viele Nutzer während dem Fernsehschauen auch auf ihren mobilen Geräten surfen und shoppen. Dieser Trend gilt bestimmt auch in Europa.

Interessant ist auch die Beobachtung, dass sich mit jedem „Computing“-Zyklus die installierte Basis verzehnfacht! Was ist wohl das nächste grosse Ding nach dem „Mobile Internet“?

In diesem Zusammenhang ist bemerkenswert, wie sich das Nutzerverhalten und die Verteilung der Aufmerksamkeit auf die einzelnen Geräte in verschiedenen Ländern unterscheiden:

3. Internet- und Mobile-Werbeausgaben nehmen zu

Die weltweiten Werbeausgaben auf den Kanälen „Internet“ und „Mobile“ nehmen weiterhin mit zweistelligen Wachstumsraten zu:

Auch hier gibt es noch Wachstumspotenzial. Die Zeit, die Nutzer auf den Kanälen „Internet“ und „Mobile“ verbringen, ist in den USA im Vergleich zu den rückläufigen Kanälen „Print“, „Radio“ und „TV“ proportional viel höher als die entsprechenden Werbeausgaben:

4. Mobile Messaging explodiert

Meeker führt das explosive Wachstum von WhatsApp & Co. darauf zurück, dass die Nutzer ihrer Telefon-Kontaktliste viel mehr Vertrauen schenken als den Listen von „Freunden“ auf sozialen Netzwerken. Die Zahlen der grössten Messagingdienste sind beeindruckend:

Der Trend in der Messaging-Kommunikation geht hin zu immer höherer Interaktionsfrequenz mit einer kleinen Gruppe von vertrauten Kontakten:

5. Einzweck-Apps für alle Geräte

Zuerst gab es Mehrzweck-Apps auf dem Web, danach kamen Mobile Apps mit mehreren Zwecken. Nun geht der Trend hin zu einer App mit einem Zweck, die auf allen Geräten verfügbar ist:

6. Musik-Streaming explodiert

Die Musikindustrie wird mit dem explosiven Wachstum von Streamingdiensten nochmals durchgeschüttelt. In den USA wuchsen Streamingdienste wie Soundcloud im letzten Jahr mit 32%, während die Verkäufe von physischen Tonträgern nach wie vor rückläufig sind, und auch die Verkäufe von digitalen Tracks zum ersten Mal schrumpften:

7. Grosses Interesse an Cryptocurrencies wie Bitcoin

Entgegen allen Unkenrufen hält Meeker Cryptocurrencies wie Bitcoin nicht für einen vorübergehenden Trend. Sie belegt das grosse Interesse mit der wachsenden Anzahl von aktiven Bitcoin-„Wallets“:

8. Echtzeit-Fotosharing explodiert

Die erwähnten Messagingdienste tragen neben Facebook & Co. stark zum explosiven Wachstum des Teilens von Fotos in Echtzeit bei:

9. Neue „Big Data“ Applikationen für „Big Problems“

Meeker geht auf die Bedeutung und das Wachstum von „Big Data“ ein. In diesem Slide zeigt sie einige Beispiele von neuen Applikationen, die durch „Big Data“ ermöglicht werden und „Big Problems“ zu lösen versprechen:

10. Verkäufe von „Smart TV’s“ wachsen

Nicht überraschend ist die Tatsache, dass sich der Anteil der Verkäufe von „Smart-TV’s“ in Relation zu den gesamten TV-Verkäufen weltweit immer mehr erhöht:

11. Neue Stars auf neuen Medien

Neue Medien produzieren neue Stars, Meeker zeigt sechs von vielen neuen „Youtube-Stars“:

12. Junge Generation will personalisierte „On-demand“ Angebote

Meeker zeigt ein Beispiel, wie Netflix ihr Angebot gemäss demografischen Kriterien personalisiert, währenddem die klassischen TV-Kanäle immer noch einen „Einheitsbrei“ servieren:

Eine amerikanische Studie belegt, dass die jungen „Millenials“ 3mal so oft Online-TV konsumieren als die älteren Generationen:

13. China ist auf der Überholspur und führt im Mobile Commerce

Diese langfristige Grafik zeigt auf, wie stark China weiterhin auf der wirtschaftlichen Überholspur ist:

Gemäss Meeker können die westlichen Länder im Bereich „Mobile Commerce“ viel von China lernen. Ein Beispiel, das sie anführt, sind „Virtual Assistants“, die Smartphonenutzer bei verschiedenen Aktivitäten unterstützen:

14. Randnotiz: Mit Oculus Rift kompatible Drohnen

Werden mit Oculus Rift kompatible Drohnen der nächste grosse Trend im Livestreaming?

15. Internet Trends Fazit

Viele von Meeker’s Beobachtungen und Trends bauen auf ihren früheren Jahresreports auf. Für Online- und Mobile-Profis sind kaum bahnbrechend neue Überraschungen dabei. Trotzdem ist der „Internet Trends Report“ auch 2014 als fundierte Standortbestimmung im schnellebigen Internetgeschäft sehr wertvoll.

Der grösste Megatrend lässt sich mit „Mobile is King“ zusammenfassen. Dies bedeutet für Schweizer Unternehmen beispielsweise, dass es höchste Zeit ist, ihre Websites mit „Responsive Webdesign“ mobile-tauglich zu machen.

Uns freut auch, dass Onlinemarketing und -werbung weiterhin stark wachsen werden. Hierzulande besteht diesbezüglich immer noch grosser Nachholbedarf. Viele Werbebudgets konzentrieren sich nach wie vor auf die rückläufigen klassischen Kanäle und nutzen die Online-Möglichkeiten nur begrenzt aus.

Wir sind gespannt darauf, was im 2014 und 2015 alles an neuen Überraschungen und Trends folgen wird.

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